La Tía fina – Drauf und drin

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An einem heißen Sommertag im spanischen Örtchen Sot de Ferrer, Valencia, aß ein ansäßiger Obstbauer  das Marmeladenbrot, das seine Frau ihm jeden Tag vor der Arbeit liebevoll schmierte. Es war gerade Mittagszeit und der junge Spanier hielt seine wohlverdiente Siesta. Er schloss die Augen etwas und der Geschmack der fruchtigen Schnitte rief allerlei schöne Gefühle und Erinnerungen in ihm wach. Das Marmeladenrezept war seit Generationen in seinem Familienbesitz und er sah das lächelnde Gesicht seiner alten Tía María vor sich, während er nach der saftigen Mandarine griff, die neben dem Brot in das weiße Papier gewickelt war. Als er den feinen Abdruck sah, den sie auf dem Papier hinterlassen hatte, kam ihm plötzlich eine geniale Idee..

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So oder so ähnlich könnte der kreative Prozeß zum Design der „La Tía Fina“ Marmeladengläser gelaufen sein. Vermutlich nicht, doch wenn die Gestaltung eines so gängigen Produkts den Betrachter zu solchen Tagträumen anregen kann, haben die Designer alles richtig gemacht. Die klare Schriftart und der minimale Informationsgehalt legen den Fokus komplett auf die handgefertigten Abdrücke der regional geernteten Früchte, die den Enthusiasmus der kleinen Produktionsstätte von „La Tía Fina“ und die Liebe zu ihrem Produkt ausdrücken sollen. Natürlich wurde nicht jedes Etikett per Hand bedruckt, doch die Stempelmotive sind so sorgfältig ausgewählt, dass sie jedem Rollenetikett eine persönliche Note verleihen. Das harmonische Zusammenspiel der Farben von Marmelade und Aufdruck, schön kontrastriert durch das schwarze Stoffdeckchen, das stilecht mit Naturfaser um den Deckel gebunden wird, wirkt edel und kein bisschen altbacken. Auch in kleinen Auflagen, lohnt ein gut gedrucktes Etikett, um große Wirkung zu erzielen.

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